Erinnerungskultur am IBG
Vergangenheit kennen - Gegenwart verstehen - Zukunft gestalten
Nur wer die Wunden der Vergangenheit kennt, kann die Narben der Gegenwart heilen und die Zukunft gestalten, die von gegenseitigem Respekt getragen ist.
Im Schuljahr 2025/26 – 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges- führte daher das Team der Religionslehrer: innen und der Bildnerischen Erzieher einige Projekte im Zeichen der Erinnerungskultur durch.
Das erste Projekt war am 22.10.2025 die Teilnahme der 8.a Klasse am 35. Europäischen Volksgruppenkongress, um die Geschichte der österreichischen Volksgruppen besser kennenzulernen. Die Maturant: innen wurden vom Herrn Direktor Markus Krainz, von Prof. Andrea Malle-Schuler und Prof. Angelika Resztej begleitet.
Von 19.1.2026 bis zum 23.1.2026 konnte des Weiteren im Festsaal die Wanderausstellung „Die Verfolgung der Kärntner Slowenen in der NS-Zeit“ besucht werden. Anhand der Wanderausstellung wurden die Schüler: innen angehalten, die historischen Hintergründe der Aussiedlung der Kärntner Slowenen zu reflektieren. Dabei standen nicht nur die Zahlen und Fakten, sondern vor allem die Mechanismen der Nationalsozialistischen Ideologie im Vordergrund. Durch das Studium von Einzelschicksalen, von Fotos, Feldpostbriefen, Dokumenten, Zeitungsberichten, bekam die Geschichte ein Gesicht. In Arbeitsgruppen setzten sich die Jugendlichen mit den Schicksalen der verschleppten Männer, Frauen und Kinder auseinander. Dabei war es besonders berührend, als die Schüler: innen merkten, dass es sich bei den Verschleppten um Personen aus ihrem familiären Umfeld handelt. Die Schüler: innen sollten letztendlich verstehen, dass Erinnerungskultur nicht nur ein Blick zurück ist, sondern das Fundament für eine Gesellschaft, in der Vielfalt als Reichtum und nicht als Bedrohung gesehen wird.
Einen außerordentlichen Höhepunkt erreichte das Projekt „Erinnerungskultur“ durch den Besuch der Zeitzeugin Anica Wurm-Olip. Am 23.1.2026 berichtete sie im Festsaal in Anwesenheit mehrerer Oberstufenklassen, des Direktors und zahlreicher Lehrer: innen über ihre traumatischen Erlebnisse in der NS-Zeit.
Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir tragen die Verantwortung dafür, dass sich die Geschichte nicht wiederholt.
Mag. Angelika Resztej



















